In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet Nina Kuttler mit einer Vielzahl von Medien – darunter Video, Hörspiel, Klanginstallation, Text und Keramik. Sie nutzt spekulative Fiktion und forschungsbasierte Narration, um zu untersuchen, wie Naturwissenschaft und Geschichtsschreibung anthropozentrische Weltbilder prägen. Ihr künstlerischer Ansatz bewegt sich zwischen Mikro- und Makrokosmos, durchquert Deep Time und spekulative Zukunftsszenarien und erforscht alternative Formen der Wissensproduktion. Für die Ausstellung im Gastgarten möchte sie weder Utopie noch Dystopie entwerfen, sondern eine liminale Fiktion sich überlagernder Erzählstränge, die an der Schwelle zwischen Realität und Erzählung stattfinden, die sich in einem Übergangszustand befinden. Das Ausstellungsvorhaben trägt den Arbeitstitel lights, progress, growth, und soll zu einer textbasierten multimedialen Installation wachsen, die verschiedenen Handlungen und Situationen folgt. Die Stichworte lights, progress, growth dienen als gedankliche Leitfäden, deren Narrative sich miteinander verweben. Welche Geschichten erzählen wir, wenn Narrative von Aufstieg und Expansion ihre Bedeutung verlieren? Was bleibt inmitten dieser planetaren Erzählungen vom Zwischenmenschlichen und Fragilen?
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