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julia schulze-darup: wie die erbsen fallen


  • Kunstverein GASTGARTEN e.V. 53 Nordkanalstraße Hamburg, HH, 20097 Deutschland (Karte)

Der Ausstellungstitel verweist auf die Experimente des Mönchs Gregor Mendel, der im Klostergarten mit Erbsenpflanzen die Grundlagen der Genetik erforschte. Farbe, Form und Hülle der Erbsen wurden für ihn sichtbare Zeichen unsichtbarer Prozesse – Muster, die sich über Generationen hinweg fortsetzen.

Im Rahmen der Ausstellung untersucht Julia Schulze Darup persönliche und kollektive Erzählungen von Vererbung, Risiko und Fürsorge. Neben körperlichen sind auch soziale und emotionale Dimensionen eng mit genetischen Veranlagungen verbunden. Transgenerationale Prozesse und genetische Mutationen, die das Risiko schwerwiegender Krankheiten erhöhen, beeinflussen nicht nur den individuellen Organismus, sondern ebenso familiäre und gesellschaftliche Systeme. Wie geht das System mit einer selbst hervorgebrachten Bedrohung um? Wann bewahrt uns Wissen vor einer potenziellen Gefahr, wann wird es selbst zum Risiko? Was ist als gegeben anzunehmen und was bleibt veränderbar?

An der Schnittstelle von Skulptur und Installation zeigt Julia Schulze Darup Gegensätze von Härte und Weichheit, Stabilität und Fragilität, Nähe und Distanz auf. Ihre Arbeiten thematisieren den Balanceakt zwischen Wissen und Ungewissheit, zwischen individueller Geschichte und kollektiver Verflechtung.

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20. August

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29. Oktober

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